Das kleine Einmaleins von Herrn Knigge

Welcher Schlipps passt zu welchem Anlass? Darf man jemandem heut noch „Gesundheit“ wünschen? Und wohin legt man eine benutzte Serviette? Beim „Business-Knigge-Kurs“ erhielten 20 Unternehmer und ein Schüler in Stimberg eine Einführung in die Details der angeblich modernen Umgangsformen. Freilich dürften einige dieser Regeln selbstverständlich sein, andere werden sicher bloß vom aufgestellt oder für wichtig erachtet, weil auch ein Trainier seine Trainingsleistungen wirkungsvoll verkaufen muss. Deshalb werden bei solchen Trainings gern auch Plattitüden verkauft: Wer geschäftlich auftritt sei, solle sich anders kleiden als im Privatleben. Denn bekanntlich zählt erste Eindruck: „Laut Studien nimmt jeder zunächst zu zwei Dritteln nur das Äußere eines fremden Gegenübers wahr“, erklärte die engagierte Trainerin ihren Schüler. Natürlich darf man sich aber privat auch sehr geschäftsmäßig kleiden. Das wird vermutlich nur selten Nachteile nach sich ziehen.